
Ghom
149 × 53 cm
855 €














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Ein Läufer aus Ghom, auch Qom geschrieben, dem großen Zentrum feiner Knüpfkunst im Zentraliran, 148 auf 53 Zentimeter. Ghom-Werkstätten arbeiten seit Generationen nach festen Kartons und sind für ihre außergewöhnliche Präzision bekannt, für Muster, die bis ins kleinste Detail durchgezeichnet werden, bevor die erste Reihe geknüpft ist. Dieses Stück ist vollständig aus handgesponnener Wolle gearbeitet, nicht aus der Seide, für die die Stadt ebenso berühmt ist, und zeigt dieselbe zeichnerische Disziplin in einem erdigeren Material.
Der Blick fällt zuerst auf den Wechsel der Farben: Creme, Marineblau und Ziegelrot lösen sich in klaren Querstreifen ab, statt sich zu einem einzigen Feld zu verbinden. Auf den cremefarbenen und roten Bändern stehen kleine Blüten in Altrosa und blassem Blau, umrissen von goldbraunen botanischen Linien. Auf den dunkelblauen Bändern reihen sich Botteh, das tropfenförmige Paisleymotiv, in ruhiger Wiederholung. Ein Medaillon fehlt bewusst, der Teppich baut sich stattdessen aus fünf solchen Bändern auf, cremefarben, marineblau, rot, marineblau, cremefarben. Eine breite Bordüre in tiefem Marineblau mit dichtem Blütenranken-Dekor schließt das Feld, ein schmaler roter Steg markiert den äußeren Rand.
Für ein gestreiftes Muster wie dieses braucht es eine Zeichnung, die von Anfang an in Bändern denkt, und genug Knoten pro Reihe, damit die Konturen innerhalb jedes Streifens sauber bleiben. Mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter liegt die Dichte deutlich über der gewöhnlicher Wollteppiche, wodurch selbst die kleinen Blütenformen und die Kontur der Botteh scharf herauskommen, ohne zu verschwimmen. Die Kette aus Baumwolle hält die fünf Bänder exakt in der Waage, während die handgesponnene Wolle im Flor jene leichte Unregelmäßigkeit trägt, die man einem reinen Seidenteppich nicht ansieht. Bei zehn Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche kurz genug, dass jede Streifenkante scharf stehen bleibt.
In der Diele oder im Flur entfaltet dieser Läufer seine Wirkung besonders gut, gerade dort, wo das Auge sonst nur eine Fläche sieht, führt er den Blick Band für Band mit. Das Marineblau hält seine Tiefe auch bei wenig Tageslicht, während Creme und Ziegelrot den Gang auflockern und ihm etwas Warmes geben. Unter den Füßen liegt er dicht und fest, gemacht für den täglichen Weg zur Tür und nicht für die Vitrine. Fällt Licht seitlich darauf, blitzt der leichte Glanz der Wolle entlang der cremefarbenen Konturen auf, ein kleiner Wechsel, den man jeden Tag neu bemerkt.
Mehr über Qom-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 148 × 53 cm (0,78 m²) ist das ein Läufer. Er liegt in einem Flur, einer Diele, auf einem Treppenabsatz oder längs neben einem Bett. Für die Mitte eines Raumes ist er zu schmal.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 0,78 m² sind das rund 350.000 bis 390.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 635768