
Bidjar Garus | Exclusive
320 × 140 cm
4.032 €














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Ein Garrous aus dem kurdischen Bijar-Gebiet im Nordwesten Irans, 266 mal 134 Zentimeter groß, auch als Garrus geschrieben. Diese Webart steht für die dichteste und langlebigste Qualität, die aus der Region kommt: Kurdische Stämme in den Hochlagen um Bijar knüpfen sie seit Generationen aus dem Gedächtnis, ohne Vorlage, und geben ihr jene fast eisenharte Festigkeit, für die Bijar-Teppiche weltweit bekannt sind.
Aus der Nähe dominiert ein kräftiges Ziegelrot, dicht überzogen mit einem feinen Mahi-Gitter aus Fisch- und Rosettenformen. In der Mitte hebt sich ein großes, achtzackiges Sternmedaillon in Elfenbein deutlich vom Rot ab, gefüllt mit rosa, grünen und rostfarbenen Rosetten. Über und unter dem Stern sitzen zwei kleinere, passende Pendant-Diamanten, die zusammen eine klare senkrechte Kette bilden, statt eines einzelnen, isolierten Medaillons, wie man es sonst bei Mahi-Mustern erwartet. Eine breite, dunkle Bordüre in Marineblau und Schwarz rahmt das Feld, durchzogen von einer elfenbeinfarbenen Blütenranke, die sich klar gegen das Rot absetzt.
Geknüpft wurde dieser Teppich von Hand, mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle – jene Kombination, der die Bijar-Region ihre sprichwörtliche Dichte verdankt. Bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter liegt der Flor eng an eng, die Florhöhe von 15 Millimetern gibt dem Gewebe ein festes, fast steifes Volumen. Natürlich gefärbte Wolle kurdischer Herden erklärt die ruhige Palette aus Ziegelrot, Elfenbein und gedämpftem Grün. Bemerkenswert bleibt, wie die Weberin die senkrechte Achse der drei Medaillons frei aus dem Gedächtnis exakt gehalten hat – eine Ordnung, die man in freihändiger Stammesarbeit nicht unbedingt erwartet.
Mit seinem schmalen Format passt dieser Garrous ideal in den Flur oder die Diele, wo man an ihm entlanggeht und die Kette der drei Medaillons Schritt für Schritt sichtbar wird. Das Ziegelrot wärmt einen Gang ohne viel Tageslicht, die dunkle Bordüre besteht auch neben dunklem Holz. Unter den Füßen liegt er dicht und fest, gemacht für den täglichen Durchgang statt für die Vitrine. Fällt Licht durch eine offene Tür, fängt es zuerst der elfenbeinfarbene Stern in der Mitte auf.
Mehr über Garrous-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 266 × 134 cm (3,56 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,56 m² sind das rund 720.000 bis 890.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 649334