
Koliai
260 × 135 cm
1.980 €














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Ein Kordi aus dem kurdisch besiedelten Westen Irans, geknüpft von Nomaden- und Stammesweberinnen, die ihre Muster aus dem Gedächtnis auf den Teppich brachten, ohne Vorlage und ohne festen Plan. Das Format liegt bei 290 mal 146 Zentimetern. Kordi-Teppiche sind für ihre kräftige, unverstellte Farbigkeit bekannt und für Muster, die zwischen kühner Geometrie und weichem Blumenwerk schwanken – dieser hier gehört klar zur geometrischen Seite.
Der erste Eindruck ist ein sattes, tief eingefärbtes Ziegelrot, das das ganze Feld trägt. Darauf zieht sich eine Kette aus drei kantigen Medaillons in Navy und Cremeweiß von oben nach unten, wie eine Reihe, die durch das Feld marschiert, statt sich in der Mitte zu einem einzigen Zentrum zu sammeln. In den Ecken übernehmen dunkle Navy-Felder mit kleinen floralen Ranken das sonst durchgehende Rot und geben dem Feld einen ruhigen Rahmen. Eine cremefarbene Bordüre mit rot-navyfarbenem Zickzack schließt den Teppich nach außen ab und hält die kräftige Mitte klar zusammen.
Geknüpft ist der Teppich mit dem symmetrischen Knoten auf einem Baumwollkettfaden, der Flor besteht aus handgesponnener Wolle mit rund 12 Millimetern Höhe. Handspinnen bedeutet, dass der Faden nie ganz gleichmäßig ausfällt, und genau das erklärt, warum die drei Medaillons nicht identisch sind, sondern jedes für sich leicht abweicht – eine Handschrift statt eines Druckmusters. Bei einer Knotendichte von 128.000 bis 160.000 pro Quadratmeter entsteht keine feine Miniaturzeichnung, sondern klare, kräftige Formen, die auch aus einigem Abstand sofort lesbar bleiben.
Auf dieser Länge und Breite findet der Teppich seinen Platz in einem Flur oder einer Diele, wo man ihn beim Gehen tatsächlich durchquert – und genau dort entfaltet die Reihe der drei Medaillons ihre Wirkung, weil sie die Bewegung durch den Raum aufnimmt, statt sie zu unterbrechen. Das satte Rot hält sich gegen dunkles Holz und Steinboden ebenso gut wie gegen helle Wände, und die Navy-Akzente in den Ecken geben dem Auge feste Punkte. Unter den Füßen fühlt sich der Flor dicht, leicht nubbig und angenehm fest an, ein Teppich, der für den täglichen Weg gemacht ist und nicht für die Vitrine. Wenn tagsüber Licht durch den Flur fällt, wechselt das Rot zwischen warmem Ziegel und tieferem Krapp, und genau dieses leise Spiel bleibt es, das man Tag für Tag beim Vorbeigehen bemerkt.
Mehr über Kordi-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 290 × 146 cm (4,23 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,23 m² sind das rund 540.000 bis 680.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 675875