
Turkaman
137 × 108 cm
710 €














624 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dies ist ein Turkmenen-Teppich aus dem Iran, im Handel als Turkaman geführt, 131 mal 99 Zentimeter groß – ein kleines, persönliches Format. Turkmenische Weberinnen knüpfen aus dem Gedächtnis, ohne gezeichnete Vorlage, und ihre Arbeiten sind an den wiederkehrenden Göl-Medaillons erkennbar, den Stammesemblemen, die von Clan zu Clan variieren. Bekannt sind sie für einen tiefen Rotgrund und eine Dichte, die sie zu den haltbarsten aller handgeknüpften Teppiche macht. Dieses Stück ist als Mehrabi angelegt, als Gebetsteppich mit spitzer Nische.
Der Grundton ist ein tiefes Ziegelrot, in das eine spitz zulaufende Nische aus gestuften Diagonalen einschneidet. Ihre Spitze sitzt nicht in der Mitte der oberen Kante, sondern ist zur Seite verschoben und endet in einer kleinen Raute – eine bewusste Verschiebung, die der sonst gespiegelten Form eine dynamische Schräge gibt. Flankiert wird die Nische von Bändern aus kleinen Göls in Elfenbein und Marineblau, gestuft wie Treppen, mit olivbraunen Lichtern im Inneren. Den Abschluss bildet ein Stapel schmaler geometrischer Bordüren in Rot, Elfenbein und Marineblau, der rund ein Fünftel der Breite einnimmt, bevor ein schlichter roter Rand den Teppich schließt.
Geknüpft wurde dieser Teppich auf einer Kette aus Baumwolle, mit einem Flor aus handgesponnener Wolle und einer Florhöhe von sechs Millimetern. Bei einer Knotendichte von 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter lassen sich die gestuften Diagonalen der Nische scharf und ohne Ausfransen zeichnen – ein Muster, das bei gröberer Knüpfung verwischen würde. Weil Turkmeninnen ohne Vorlage aus dem Gedächtnis arbeiten, blieb die Verschiebung der Nischenspitze stehen, statt korrigiert zu werden; sie ist Teil der Handschrift, nicht ihr Fehler.
In dieser Größe wird der Teppich zum Vorleger vor dem Bett oder zum ruhigen Akzent im Arbeitszimmer, wo man ihn aus der Nähe betrachtet. Das satte Rot hält auch auf dunklem Parkett seine Wärme, ohne den Raum zu erdrücken, und die dicht gepackte Wolle liegt fest und flach unter den Füßen. Wer morgens über die verschobene Nischenspitze blickt, sieht jedes Mal aufs Neue, wie ein einzelner Handgriff ein ganzes Muster kippen lässt.
Mehr über Turkaman-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 131 × 99 cm (1,30 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,30 m² sind das rund 570.000 bis 650.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 693712