
Kashan
332 × 239 cm
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Ein Kaschan, auch Keshan geschrieben, aus dem Iran, 239 mal 168 Zentimeter, aus einer der ältesten Weberstädte des Landes, seit Generationen für ausgewogene Medaillonkompositionen und feine Blumenzeichnung bekannt. Wo das klassische Mahi-Rautenmuster dieser Stadt sonst meist auf einem satten Karmesingrund ruht, zeigt sich dieses Stück in einer deutlich helleren, wärmeren Palette – eine Werkstattarbeit, die das vertraute Muster in ein ungewöhnlich ruhiges Farbkleid legt.
Der erste Eindruck ist ein warmes Elfenbein, über das sich ein feines Rautengitter aus kleinen Blütenzweigen zieht. Navy, Ziegelrot, Salbeigrün und ein sattes Camel setzen die Akzente, ohne den hellen Grund zu überdecken. Genau in der Mitte, dort wo sich die Diagonalen kreuzen, sitzt ein kleines Rosetten-Medaillon – leicht zu übersehen im Rhythmus der Wiederholung, aber der ruhige Angelpunkt des ganzen Feldes. Eine breite Bordüre in Tan und Camel, innen von einem dunklen Navy-Streifen gesäumt, fasst das Muster ein, ohne es zu erdrücken.
Handgeknüpft auf einer Kette aus Baumwolle, mit handgesponnener Wolle im Flor – zwei Materialien, die zusammen die Schärfe dieser Zeichnung erklären. Kaschan-Teppiche entstehen nach einem gezeichneten Karton, den die Knüpferin Reihe für Reihe abarbeitet, und genau diese Vorlage sorgt dafür, dass das Rautengitter über die gesamte Fläche im gleichen Takt bleibt und das Medaillon exakt in der Mitte landet. Der Flor ist kurz und gleichmäßig geschoren, wodurch jede Kontur klar bleibt und die Muster nicht ineinanderlaufen. Aus dieser Präzision entsteht der leichte Glanz, der über der Wolle liegt, sobald Licht darauf fällt.
In diesem Format gehört der Teppich ins Wohnzimmer, unter eine Sitzgruppe oder vor das Sofa. Das warme Elfenbein hellt einen dunklen Boden auf, während Camel und Salbeigrün auch an trüben Tagen Wärme bringen. Unter den Füßen liegt er dicht und fest, gemacht für den täglichen Gebrauch. Fällt Nachmittagslicht flach herein, wandert ein leichter Glanz über das Gitter, und das kleine Medaillon in der Mitte blitzt für einen Moment auf.
Mehr über Kaschan-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 239 × 168 cm (4,02 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 706218