
Nain 9La | Exclusive | With Silk · mit Seide
243 × 164 cm
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Ein Nain aus dem Zentraliran, 219 mal 162 Zentimeter, aus einer Stadtmanufaktur, die erst im zwanzigsten Jahrhundert zu Weltruhm kam und seither für eine ganz eigene Kombination steht: feine Wolle, durchzogen von Seide, gezeichnet nach Karton, nicht aus dem Kopf geknüpft. Nain-Teppiche werden nach ihrer Feinheit in sogenannten La-Stufen eingeteilt, und was diese Klasse auszeichnet, ist vor allem die Genauigkeit der Zeichnung. Genau diese Genauigkeit ist hier das eigentliche Thema.
Der erste Eindruck ist ein sternförmiges Medaillon in kühlem Stahlblau, das auf einem weichen, elfenbeinfarbenen Feld zu schweben scheint. Um es herum rankt sich dunkelblaues Blumenwerk, dicht, aber nie unruhig. In den vier Ecken tauchen kleine Cartouchen auf, die genau denselben Blauton wie das Medaillon aufnehmen und damit eine gespiegelte Ordnung schaffen, die man erst mit dem zweiten Blick vollständig erfasst. Eine breite, mehrfach gebänderte Bordüre in Navy und Schiefergrau fasst das Feld ein, ihr Rankenwerk nimmt die Farben der Mitte wieder auf und schließt den Kreis.
Diese Spiegelung ist kein Zufall der Handarbeit, sondern das Ergebnis strenger Planung: Jede Knüpferin arbeitet nach demselben gezeichneten Karton, Reihe für Reihe, damit Medaillon und Eckstücke exakt zueinander passen. Möglich wird das erst durch die feine Knüpfung selbst, bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter, und durch die Seide im Flor, die sich viel dünner verarbeiten lässt als Wolle allein und darum jene scharfen Konturen erlaubt, die man am Medaillonrand sieht. Der Wollflor trägt die Fläche, die Seide zieht die Linien. Baumwollkette und neun Millimeter Florhöhe halten die Zeichnung flach und ruhig, sodass sich nichts verzieht.
Ein Teppich dieser Größe findet seinen Platz im Wohnzimmer, unter einer Sitzgruppe oder als ruhender Punkt vor dem Sofa, wo man das Medaillon von mehreren Seiten sieht. Auf hellem Parkett wärmt das Elfenbein den Raum, gegen dunkles Holz oder Leder behauptet sich das Stahlblau mühelos. Unter dem Fuß ist die Wolle dicht und fein zugleich, angenehm fest, gemacht, um tatsächlich begangen zu werden, nicht nur betrachtet. Wenn Nachmittagslicht über die Fläche wandert, blitzt die Seide im Rankenwerk kurz auf, und genau dieses leise Aufleuchten der Spiegelung ist es, das man an diesem Teppich immer wieder neu entdeckt.
Mehr über Nain-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 219 × 162 cm (3,55 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,55 m² sind das rund 1,6 bis 1,8 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 748128