
Sarough Ghiasabad
274 × 211 cm
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Ein Sarough-Läufer aus dem Iran, 196 mal 85 Zentimeter, aus jener zentralpersischen Knüpftradition, die für ihr sattes „Persisch-Rot" und ihre dichten, fein gezeichneten Blumenmuster berühmt wurde und in den feinsten Häusern Amerikas einst als Inbegriff des klassischen Orientteppichs galt. Ungewöhnlich an diesem Stück ist das Format: Statt eines der großen Wohnzimmerteppiche, für die Sarough meist bekannt ist, liegt hier ein schmaler Läufer vor, in dem sich die gleiche Sorgfalt auf engerem Raum entfaltet.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Nachtblau, dicht besetzt mit einzelnen Blütenbuketts, die sich zu einem regelmäßigen Rautengitter fügen. Anders als bei der sonst durchlaufenden Rankenfülle des Sarough sind hier die Blüten in klar abgegrenzte Felder gefasst, jedes für sich in Lachsrosa, Gold und mattem Blau gehalten, was dem Läufer eine ruhige, fast gartenhafte Ordnung gibt. In der Mitte unterbricht ein Rautenmedaillon dieses Raster und bündelt den Blick. Den Rahmen bildet eine breite ziegelrote Bordüre mit floralem Rankendekor in Creme, Blau und Gold, außen begleitet von schmalen elfenbeinfarbenen Zackenstreifen, die zusammen etwa ein Sechstel der Breite einnehmen und das dunkle Feld deutlich fassen.
Geknüpft wurde er von Hand auf einer Kette aus Baumwolle, mit handgesponnener Wolle im Flor – eine Kombination, die dem Sarough seine feste, elegante Zeichnung gibt, ohne dass das Muster starr wirkt. Bei einer Knotendichte von 128.000 bis 160.000 pro Quadratmeter lassen sich einzelne Buketts sauber voneinander trennen, statt zu einer einzigen Fläche zu verschwimmen; genau das erzeugt die kompartimentierte Gartenwirkung, die dieses Stück von der üblichen dichten Sarough-Fülle unterscheidet. Der Flor ist mit 12 Millimetern kräftig geschoren und leicht glänzend, was dem Blau Tiefe gibt, ohne es schwer wirken zu lassen.
Ein Läufer dieser Maße gehört in den Flur oder die Diele, ebenso gut neben ein Bett im Schlafzimmer, wo man ihn täglich sieht und betritt. Das dunkle Marineblau nimmt es mit wenig Tageslicht mühelos auf, während das Ziegelrot der Bordüre Wärme in einen sonst kühlen Durchgang trägt. Unter den Füßen liegt er dicht und fest, gemacht für genau die Beanspruchung, die ein Flur mit sich bringt, nicht für die Vitrine. Wer an ihm vorbeigeht, wird das zentrale Medaillon immer wieder neu wahrnehmen, je nachdem, aus welcher Richtung das Licht gerade fällt.
Mehr über Sarough-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 196 × 85 cm (1,67 m²) ist das ein Läufer. Er liegt in einem Flur, einer Diele, auf einem Treppenabsatz oder längs neben einem Bett. Für die Mitte eines Raumes ist er zu schmal.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,67 m² sind das rund 210.000 bis 270.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 757577