
Belutsch
166 × 87 cm
359 €














649 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Belutsch aus dem Grenzland zwischen dem südöstlichen Iran und den angrenzenden Regionen, 190 mal 99 Zentimeter groß. Diese Stammesweberei, auch Baluch geschrieben, entstand nicht am Reißbrett, sondern aus dem Gedächtnis einer Weberin, die ihr Muster von Generation zu Generation weitergegeben bekam. Bekannt ist diese Herkunft für satte, erdige Farben, vor allem tiefes Rot und Indigo, und für eine Geometrie, die keine Umwege macht.
Das Feld leuchtet in einem tiefen Ziegelrot und trägt in der Mitte eine Kette aus drei ineinandergreifenden Rautenmedaillons, gesetzt auf einen deutlich dunkleren, fast schwarzen Indigogrund. Dieser dunkle Streifen zieht sich wie ein eigener Rahmen durch die Mitte des Teppichs und lässt die drei Medaillons wie eine bewusste Folge erscheinen, nicht wie ein zufällig verteiltes Muster. Um sie herum füllt das Rot kleine geometrische Motive, bevor mehrere schmale Zwischenstreifen zur breiten Bordüre überleiten. Diese ist in Rot gehalten und mit gehakten Diamanten in Elfenbein und Braun besetzt, die sich klar vom dunkleren Mittelfeld abheben.
Geknüpft ist der Teppich aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, mit einer Florhöhe von sechs Millimetern und einer Knotendichte von 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter. Handgesponnene Wolle läuft nie ganz gleichmäßig dick, und genau das gibt der Oberfläche ihre leicht gerippte, lebendige Textur, die man auch von Weitem noch sieht. Die Dichte reicht aus, um die Rautenkette klar und ohne Ausfransen zu zeichnen, ohne die etwas gröbere, warme Anmutung der Nomadenarbeit zu verlieren. Dass die drei Medaillons trotzdem als klare Reihe erscheinen und nicht als loses Streumuster, ist bei freihändig geknüpften Stücken keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis einer Weberin, die ihre Reihenfolge im Kopf behielt, während die Knoten unregelmäßig blieben.
Mit seiner kompakten Größe eignet sich dieser Belutsch besonders als Läufer im Schlafzimmer, direkt neben dem Bett, oder als Akzent in einem kleinen Flur ohne viel Tageslicht. Dort holt das satte Ziegelrot selbst gedämpftes Licht ins Zimmer, während der dunkle Medaillonstreifen genug Tiefe mitbringt, um auch neben dunklem Holz zu bestehen. Unter den Füßen fühlt sich der Flor dicht, fest und angenehm griffig an, gemacht für tägliches Barfußlaufen und nicht zum bloßen Anschauen. Wandert das Licht im Lauf des Tages darüber, wechselt das Rot zwischen warmem Ziegel und dunklerem Rostton, und genau dieses leise Spiel wird man an diesem Teppich immer wieder gern bemerken.
Mehr über Belutsch-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 190 × 99 cm (1,88 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,88 m² sind das rund 240.000 bis 300.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 801539