
Azerbaijan
304 × 195 cm
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Dieser Teppich stammt aus Aserbaidschan, der nordwestpersischen Provinz, in der bereits arabische Geografen des 13. Jahrhunderts eine blühende Textilproduktion beschrieben. Die Region gliedert sich in sieben Weberregionen, von feinen Werkstattarbeiten wie Täbris bis zu den kraftvollen, dörflich-stammesgeknüpften Stücken – zu Letzteren zählt dieser Teppich, 257 mal 190 Zentimeter groß, auch als Azerbaijan-Teppich bekannt, mit den starken geometrischen Medaillons und tiefen Farbgründen, für die die Region berühmt ist.
Über einem nachtblauen, fast schwarzen Feld verteilen sich acht rautenförmige Medaillons in drei versetzten Reihen, ihre Zentren wechseln zwischen Ziegelrot und einem gedeckten Blau, sodass ein rhythmisches, fast schachbrettartiges Muster entsteht statt einer einzigen starren Wiederholung. Zwischen den Rauten sitzen kleine geometrische Füllmotive in Creme, Camel und Staubrosa. Eine breite elfenbeinfarbene Bordüre mit einem Kreuz-und-Raute-Muster fasst das Feld, flankiert von schmalen roten und dunklen Streifen, die den Kontrast zum dunklen Grund noch verstärken.
Geknüpft wurde das Stück von Hand, mit Baumwollkette und handgesponnener Wolle im Flor. Handspinnerei bleibt nie ganz gleichmäßig – kleine Unterschiede in der Fadenstärke geben der Musterkante ihre leicht lebendige Linie, wie sie freie Stammesarbeiten auszeichnet. Mit etwa 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter und acht Millimetern Florhöhe liegt eine dichte, feste Struktur vor, die Monate an Knüpfarbeit bedeutet. In der Region sagt man, das kupferreiche Wasser mache die Wolle widerstandsfähig – dieser Teppich, zwanzig bis vierzig Jahre alt, zeigt bis heute kaum Zeichen der Zeit.
Für das Wohnzimmer ist dieser Teppich wie gemacht, unter einer Sitzgruppe, wo die versetzten Rauten Bewegung ins Muster bringen. Auf hellem Boden hält das tiefe Blau-Schwarz die Farbe zusammen, während Ziegelrot und Staubrosa Wärme hineinbringen. Der Flor ist dicht und griffig, gemacht, um begangen zu werden. Wandert das Licht über die Reihen, wechseln die Rauten zwischen Rot und Blau wie ein leiser Herzschlag im Raum.
Mehr über Azerbaijan-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 257 × 190 cm (4,88 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,88 m² sind das rund 1,0 bis 1,2 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 809197