
Nain 9La | Exclusive | With Silk · mit Seide
243 × 164 cm
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Ein Nain aus der gleichnamigen Stadt im Zentrum Irans, 293 mal 223 Zentimeter groß. Nain ist eine vergleichsweise junge Adresse in der persischen Teppichkunst, hat sich aber binnen weniger Jahrzehnte einen Ruf erarbeitet, der seinesgleichen sucht: feinste Wolle, veredelt mit Seidenfäden, geknüpft nach Kartons, die Symmetrie und Detailtreue verlangen. Wo Nain-Teppiche üblicherweise auf hellem Elfenbeingrund mit blauen Akzenten stehen, kehrt dieses Stück das Verhältnis um – der Grund ist ein tiefes Marineblau, und das Elfenbein tritt nur dort hervor, wo das Muster es braucht.
Der erste Eindruck ist ein schwebendes, cremefarbenes Sternmedaillon auf dunklem Blau, das ganze Feld dicht bewachsen mit floralen Ranken und Palmetten. Wer genauer hinsieht, erkennt: Das Medaillon ist kein fremder Zusatz, sondern derselbe Blütenrapport wie im Feld, nur enger gesetzt und heller gehalten – eine Steigerung, kein Bruch. Die breite Bordüre in Creme und Camel greift die Farbwelt auf und führt sie in ruhigeren, blaugrauen Tönen weiter, klar abgesetzt vom dunklen Feld, ohne dagegenzustehen. Zusammen ergibt das ein Medaillonmuster, das seine Klassik nicht ausstellt, sondern aus der eigenen Zeichnung heraus entwickelt.
Geknüpft wurde dieser Teppich von Hand, mit einer Dichte von 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter – eine Feinheit, für die eine Weberin an diesem Format viele Monate braucht. Der Flor besteht aus Wolle mit eingearbeiteter Seide auf Baumwollkette; Seide lässt sich zu deutlich dünneren Fäden verspinnen als Wolle, und genau das erlaubt die scharfen Konturen, mit denen sich Medaillon und Rankenwerk hier gegen den dunklen Grund abzeichnen. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche dabei glatt und dicht, nicht wollig – ein Teppich, der Präzision zeigt, ohne hart zu wirken.
In einem Esszimmer oder unter einer Sitzgruppe im Wohnzimmer entfaltet dieses Marineblau seine eigentliche Wirkung: Es hält auch dunklem Mobiliar stand, ohne den Raum zu beschweren, und auf hellem Boden setzt es einen ruhigen, gesetzten Akzent. Unter den Füßen ist der Teppich dicht und fest, gemacht, um im Alltag begangen zu werden, nicht geschont zu werden. Fällt Licht flach über die Fläche, beginnen die Seidenfäden in Medaillon und Bordüre leise zu changieren, und genau dieses Aufblitzen ist es, das man in diesem Raum immer wieder von Neuem bemerkt.
Mehr über Nain-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 293 × 223 cm (6,53 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 6,53 m² sind das rund 2,1 bis 2,5 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 860487