
Turkaman
137 × 108 cm
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Turkmen-Teppiche gehören zu den ältesten geometrischen Nomadenknüpfungen Zentralasiens, in Persien oft von Gruppen wie den Turkaman gefertigt, die ihre Muster aus dem Gedächtnis weitergaben, ohne Vorlage, von Generation zu Generation. Dieses Stück misst 192 mal 146 Zentimeter und stammt aus dem Iran, entstanden vor vierzig bis sechzig Jahren. Wo diese Teppiche sonst auf tiefem Rot ruhen, wählt dieser ein dunkles Marineblau als Grund – eine seltene Abweichung von der Regel, die dem Muster eine andere Schwere gibt.
Auf dem Indigo-Grund liegt ein dichtes Rautenraster aus kleinen gezackten Diamanten und gehakten Formen, in Rostrot und Cremeweiß gehalten, dazwischen ein leises Olivgrün. Die Zeichnung wiederholt sich streng und ruhig, ohne zentrales Medaillon, ganz auf den Rhythmus des Gitters vertrauend. Den Rahmen bildet keine einzelne breite Bordüre, wie bei Turkmenen-Teppichen sonst üblich, sondern ein System aus vielen schmalen Streifen in Rostrot, Creme und Oliv, jeder mit eigenem kleinen Zickzack oder Rautenmuster. Dieses vielschichtige Band nimmt fast ein Fünftel der Fläche ein und gibt dem Stück eine Tiefe, die ein einfarbig gerahmter Turkmene nicht hätte.
Geknüpft wurde dieser Teppich, auch als Turkoman oder Tekke bekannt, auf einer Kette aus Seide, während der Flor aus handgesponnener Wolle besteht. Seide lässt sich deutlich feiner verdrehen als Wolle und hält die Knoten enger zusammen, wodurch sich die kleinen Zacken und Haken so scharf zeichnen. Bei einer Dichte von 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter und einer Florhöhe von nur sechs Millimetern entsteht eine flache, feste Oberfläche, die dem Muster seine Klarheit gibt und der Wolle ihren matten, ruhigen Glanz bewahrt.
Ein Format wie dieses findet seinen Platz in der Sitzecke im Wohnzimmer, vor dem Sofa oder unter einem kleinen Couchtisch. Das tiefe Marineblau hält dunklen Möbeln stand und lässt Rostrot und Creme darüber warm hervortreten, besonders auf hellem Boden. Unter den Füßen fühlt er sich dicht und fest an, gemacht für ein Zimmer, das genutzt wird, nicht nur betrachtet. Im Abendlicht beginnt die matte Wolle leise zu changieren, und das Rautenraster wirkt, als bewege es sich sanft mit dem Licht.
Mehr über Turkaman-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 192 × 146 cm (2,80 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 2,80 m² sind das rund 1,2 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 872974