
Yalameh
208 × 64 cm
975 €













1.575 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Yalameh-Läufer aus dem Süden des Iran, 191 mal 67 Zentimeter, aus einer Dorfweberei, die für ihre selbstbewusste Geometrie und ihre lebendige Farbgebung bekannt ist. Anders als viele Nomadenarbeiten mit einem einzigen dominanten Grundton setzt der Yalameh auf mehrere Farben zugleich, die im Wechsel nebeneinanderstehen und dem Teppich einen eigenen Rhythmus geben.
Genau das zeigt sich hier besonders deutlich. Das Mittelfeld ist nicht in einer Farbe gehalten, sondern in schmalen Streifen aus Petrolgrün, Elfenbein, Graublau und Altrosa, jeder Streifen mit eigenen kleinen geometrischen Motiven versehen. Der Blick wandert dadurch nicht über eine Fläche, sondern von Band zu Band. Gerahmt wird dieses Streifenfeld von einer breiten, weinroten Bordüre, begleitet von einem cremefarbenen Zickzackstreifen, und an den Enden von hellblauen Feldern mit großen, lachs- und cremefarbenen Hakenmotiven, die sich von der feinen Streifung der Mitte deutlich abheben.
Der Teppich ist handgeknüpft, mit einer Kette aus Baumwolle und einem Flor aus handgesponnener Wolle. Handgesponnenes Garn läuft nie ganz gleichmäßig dick, und genau diese kleinen Unregelmäßigkeiten sind es, die dem Flor seine matte, leicht changierende Oberfläche geben, ohne jeden Glanz, dafür mit einer sichtbaren, fast greifbaren Struktur. In einer Dorfweberei wie dieser wird ohne festen Plan gearbeitet, aus dem Gedächtnis der Weberin heraus, und der Wechsel der Streifenfarben liest sich wie eine Reihe kleiner Entscheidungen, die während der Arbeit getroffen wurden.
Ein Läufer dieser Breite gehört in den Flur oder die Diele, dorthin, wo man ihn täglich betritt und immer wieder an ihm vorbeigeht. Die vielen warmen und kühlen Töne im Streifenfeld sorgen dafür, dass er auch bei wenig Tageslicht nie eintönig wirkt, und das dunkle Weinrot der Bordüre hält gegen dunkles Holz ebenso stand wie gegen helle Fliesen. Unter dem Fuß ist er flach, fest und angenehm griffig, gemacht für den täglichen Weg und nicht zum Schonen gedacht. Wer an ihm vorbeigeht, wird die Streifen jedes Mal ein wenig anders wahrnehmen, je nachdem, welches Licht gerade durch den Flur fällt.
Mehr über Yalameh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 191 × 67 cm (1,28 m²) ist das ein Läufer. Er liegt in einem Flur, einer Diele, auf einem Treppenabsatz oder längs neben einem Bett. Für die Mitte eines Raumes ist er zu schmal.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 911918