
Senneh
352 × 254 cm
4.023 €













1.035 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Sanandaj aus dem iranischen Kurdistan, 165 auf 124 Zentimeter. Die Stadt, historisch als Senneh bekannt, gilt seit dem frühen 19. Jahrhundert als Ursprung der feinsten kurdischen Stadtweberei überhaupt – Werkstattarbeit nach gezeichnetem Karton, kultiviert statt tribal, mit eng geschorenem Flor und einer Präzision, die man den Stammesarbeiten derselben Region so nicht nachsagt.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Marineblau, so dunkel, dass die kleinen floralen und geometrischen Füllmotive darauf fast wie Sterne stehen. Aus diesem Feld hebt sich ein großes Stufenmedaillon, und hier wird es ungewöhnlich: Der Kern ist nicht einfarbig, sondern wandert von Creme über ein kräftiges Rot zu einem hellen Taubenblau in der Mitte, ein Farbwechsel, den man bei diesem Muster selten in dieser Klarheit sieht. Eine breite ziegelrote Bordüre mit kleinen floralen Rosetten fasst das Feld, dazwischen mehrere schmale Navy-Zickzack-Streifen, die das Ganze ruhig zusammenhalten.
Diese Klarheit im Zentrum ist kein Zufall der Wolle, sondern der Zeichnung: In Sanandaj wird nach Karton geknüpft, jede Farbwechslung ist geplant, nicht improvisiert, und die Knotendichte von 201.000 bis 250.000 pro Quadratmeter erlaubt genau diese feinen Übergänge von Creme zu Rot zu Taubenblau, ohne dass die Konturen verschwimmen. Die Kette aus Baumwolle hält das Gewebe stabil und flach, während der handgesponnene Wollflor, bei zwölf Millimetern Höhe eng geschoren, dem Medaillon seine scharfe Kante gibt und dem Feld dennoch eine leicht weiche, handwerkliche Oberfläche belässt. Das Ergebnis ist eine Zeichnung, die urban wirkt, ohne kalt zu sein.
In einem Wohnzimmer oder Schlafzimmer mit ruhigem, hellem Boden bringt dieses Dunkelblau sofort Tiefe in den Raum, während das taubenblaue Herz des Medaillons als kleiner, überraschender Farbfleck immer wieder den Blick auf sich zieht. Unter dunklen Möbeln behauptet sich das Ziegelrot der Bordüre ebenso gut wie unter hellen. Der Flor ist dicht und fest genug für einen Sessel- oder Bettbereich mit alltäglichem Gebrauch, dabei angenehm weich unter dem Fuß. Bei seitlichem Licht beginnt der leichte Glanz der Wolle zu wandern, und genau dann zeigt sich das Taubenblau im Zentrum am deutlichsten – ein Detail, das man an diesem Teppich immer wieder neu entdeckt.
Mehr über Senneh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 165 × 124 cm (2,05 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 2,05 m² sind das rund 410.000 bis 510.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 999775