
Bidjar
167 × 110 cm
966 €














13.950 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Bidjar, auch Bijar geschrieben, aus den kurdischen Gebieten West-Irans, 295 auf 203 Zentimeter, gehört zu jener Gruppe persischer Teppiche, die man dort seit Generationen die „Eisernen Teppiche" nennt. Der Name kommt nicht von ungefähr: Kein anderer Knüpfstil der persischen Tradition wird so dicht und fest gearbeitet, dass die fertigen Stücke sich nicht falten, sondern nur rollen lassen.
Aus der Nähe zeigt sich ein tiefes Ziegelrot als Grundton des Feldes, über das sich ein dichtes Mahi-Muster aus kleinen Rosetten und gezackten Blattranken zieht, mit einem leichten Glanz im Flor – ohne Medaillon, ohne Zentrum, gleichmäßig bis an die Ränder. Navy- und schwarze Konturen halten die Rauten zusammen, dazwischen blitzen Teal, Olivbraun und ein gedämpftes Altrosa auf. Den Abschluss bildet eine breite elfenbeinfarbene Bordüre mit rotem und marineblauem Rankenwerk, fast ein Fünftel der Gesamtbreite, die dem dichten Feld einen ruhigen Rahmen gibt.
Diese Dichte lässt sich messen: Der Teppich bringt es auf 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter, eine der höchsten Zahlen der persischen Knüpftradition. Möglich wird das durch den Flor aus Wolle mit Seidenanteil, denn Seide spinnt sich feiner als reine Wolle und erlaubt engere, kleinere Knoten. Bei nur 15 Millimetern Florhöhe bleiben die Konturen der Rosetten und Zacken scharf, fast wie gedruckt, statt im Flor zu verschwimmen. So entsteht eine Oberfläche, die aus der Distanz wie ein feines Gewebe wirkt, obwohl jeder Knoten von Hand gesetzt wurde.
Ein Teppich dieser Größe passt unter den Esstisch oder als ruhender Grund einer Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo das Ziegelrot warm gegen dunkles Holz wirkt und die elfenbeinfarbene Bordüre hell gegen einen Steinboden steht. Unter den Füßen fühlt sich der fest gepresste Flor dicht und griffig an, gemacht für einen Raum, der tatsächlich benutzt wird. Im Streiflicht des späten Nachmittags treten die navyblauen Konturen im roten Feld deutlicher hervor, und man entdeckt immer wieder, wie viel Ordnung sich in diesem ruhigen Muster verbirgt.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 295 × 203 cm (5,99 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,99 m² sind das rund 2,6 bis 3,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 135792