
Azerbaijan
274 × 167 cm
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Dies ist ein Ardabil, benannt nach der Stadt im Nordwesten Irans, die dem berühmtesten Teppich der Welt ihren Namen gab – jenem safawidischen Paar aus dem 16. Jahrhundert, das heute im Victoria and Albert Museum in London liegt. Zeitgenössische Ardabil-Teppiche wie dieser, 293 mal 197 Zentimeter groß, greifen das Medaillon-Erbe jener Stadtwerkstätten auf, ohne es zu kopieren: gezeichnet auf dem Karton, geknüpft mit der Genauigkeit, für die persische Stadtmanufakturen bekannt sind.
Das Feld liegt in einem tiefen Marineschwarz, fast nachtblau, dicht überzogen von einem kleinteiligen Mahi-Rautengitter aus Rosé, Olivgrün, Senfgelb und Stahlblau. Aus dieser Fülle löst sich in der Mitte ein großes elfenbeinfarbenes Medaillon, seine Ausläufer wie Anhänger nach oben und unten gezogen, in den Ecken von hellen Cartouchen begleitet. Eine breite Bordüre in Terracotta fasst das Feld, gefüllt mit floralen Ranken und Palmetten, außen von schmalen indigo- und cremefarbenen Streifen begrenzt – ein klarer, warmer Kontrast zum dunklen Grund.
Was dieses Stück von vielen seiner Art unterscheidet, ist die Schärfe der Zeichnung. Bei rund 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter bleibt das winzige Rautengitter bis dicht an das Medaillon heran vollkommen regelmäßig – nichts verläuft, nichts verschwimmt. Der Flor aus handgesponnener Wolle ist mit 12 Millimetern niedrig gehalten und eng geschoren, sodass die Musterkanten klein und scharf bleiben, statt sich weich ineinander zu verlieren. Auf einer Kette aus Baumwolle geknüpft, hält der Teppich diese Präzision über die gesamte Fläche, ein Ergebnis, das eher gezeichnet als gemalt wirkt.
In einem Esszimmer oder als Grundlage einer Sitzgruppe im Wohnzimmer entfaltet das dunkle Feld seine Wirkung: Es nimmt dunklem Holz oder schwarzen Möbeln nichts von ihrer Präsenz, sondern trägt sie, während das elfenbeinfarbene Medaillon selbst in gedämpftem Licht für Ruhe sorgt. Der niedrige, dichte Flor liegt fest unter dem Fuß und verträgt täglichen Gebrauch ohne Zögern. Wenn am Nachmittag Licht seitlich einfällt, blitzen Rosé und Senfgelb im Rautengitter kurz auf und wärmen den Raum.
Mehr über Ardabil-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 293 × 197 cm (5,77 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,77 m² sind das rund 1,2 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 135894