
Sarough Ghiasabad
274 × 211 cm
3.381 €













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Ein Sarough aus dem Iran, 85 mal 67 Zentimeter, also ein kleines Stück aus einer Knüpftradition, die eigentlich für großformatige, raumfüllende Teppiche bekannt ist. Sarough gilt seit dem frühen 20. Jahrhundert als der Klassiker unter den persischen Manufakturware: feste Knüpfung, kontrollierte florale Zeichnung, und ein sattes, tiefes Rot, das man aus vielen amerikanischen und europäischen Herrenhäusern kennt. Dieses Exemplar hält an der Zeichnung fest, wählt beim Grundton aber einen anderen, wärmeren Weg.
Der erste Eindruck ist ein warmes Kamelgold, ruhig und offen, in dessen Mitte sich ein klar gezeichnetes Rautenmedaillon mit dichtem Blumenbesatz entfaltet. In den vier Ecken des Feldes wiederholt sich das florale Thema in kleineren Zwickeln, jede Ecke der Bordüre trägt zusätzlich ein kleines, eckiges Palmettenmotiv in Bordeauxrot, ein eigenständiger Akzent, der sonst selten so betont auftritt. Die breite cremefarbene Bordüre mit ihrem dichten Ranken- und Blütenmuster fasst das Feld ruhig ein, während schmale navyblaue Guardstreifen mit Herzmotiv den Übergang klar markieren und dem sanften Kamelgrund einen kühlen Gegenpol setzen.
Handgeknüpft, mit einer Dichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter, erlaubt dieser Teppich trotz seines kleinen Formats die feine, saubere Kontur, die Sarough-Zeichnungen auszeichnet, das Medaillon bleibt scharf, die Palmetten in den Ecken behalten ihre Form. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle auf Baumwollkette, und handgesponnenes Garn nimmt Farbe nie ganz gleichmäßig an. Genau das erklärt den warmen, changierenden Kamelton, statt eines flachen, einheitlichen Rots entsteht eine Fläche mit leichtem Leben darin. Mit 12 Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche dicht, kurz und glatt, mit dem leichten Glanz, der handgesponlicher Wolle eigen ist.
In dieser Größe ist der Teppich kein Hauptstück fürs Wohnzimmer, sondern ein Beistelldeckchen für einen Sessel, einen kleinen Flur oder den Platz vor dem Nachttisch im Schlafzimmer. Auf hellem Parkett wärmt das Kamelgold den Raum sofort, neben dunklem Holz oder schwarzem Metall hält es sich ruhig und behauptet sich trotzdem. Unter dem Fuß fühlt er sich dicht und fest an, gemacht, um betreten zu werden, nicht um geschont zu werden. Fällt Licht schräg darüber, zeichnen sich Medaillon und Eckpalmetten besonders klar ab, ein kleines Detail, das man jeden Tag aufs Neue bemerkt.
Mehr über Sarough-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 85 × 67 cm (0,57 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 0,57 m² sind das rund 110.000 bis 140.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 142577