
Senneh
352 × 254 cm
4.023 €













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Dieser Sanandaj – in der Fachliteratur oft noch Senneh genannt – stammt aus der kurdischen Provinzhauptstadt im Westen Irans, dem Zentrum der feinsten kurdischen Stadtweberei. Anders als die tribalen Arbeiten der Region entstehen Sanandaj-Teppiche in der Werkstatt, nach gezeichnetem Karton, mit eng geschorenem Flor und einer Musterführung, die selbst für kurdische Verhältnisse als besonders präzise gilt. Das vorliegende Stück misst 161 mal 121 Zentimeter.
Der Blick fällt zuerst auf ein tiefes Dunkelbraun, das ins Aubergine zieht, und darauf, in einer Reihe versetzt, drei kräftig lachsrote Kreuzmedaillons. Der Grund dahinter ist dicht mit einem kleinteiligen Mahi-Gitter überzogen, aus dem sich die Medaillons klar lösen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die drei nicht gleich gefüllt sind: Die äußeren tragen ein blaugraues Rautenmuster, das mittlere ein helles Elfenbein – eine bewusste Abfolge statt bloßer Wiederholung. Die breite Hauptbordüre nimmt das Rot wieder auf und reiht kleine Rauten in Creme, Marineblau und Camel, gefasst von einer schmalen, hellblauen Leiste.
Möglich wird diese feine Zeichnung durch eine Knotendichte von 251.000 bis 320.000 Knoten pro Quadratmeter – für eine Stadtweberei wie Sanandaj typisch, aber am Teppich selbst spürbar darin, wie scharf jede kleine Raute des Mahi-Gitters konturiert bleibt. Die Kette aus Baumwolle hält das Muster über Jahrzehnte in der Fläche, während der Flor aus handgesponnener Wolle stammt: Ihre leichten Unregelmäßigkeiten im Garn geben der strengen Zeichnung eine matte, warme Oberfläche statt einer glatten. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt der Teppich angenehm kompakt, und mit seinen zwanzig bis vierzig Jahren ist er bereits eingelaufen, ohne an Kontur verloren zu haben.
Im Schlafzimmer, neben dem Bett oder unter einem kleinen Sessel, entfaltet das dunkle Feld seine Wirkung am besten: Es nimmt dem Raum die Kühle heller Böden und lässt die lachsroten Medaillons darauf richtig leuchten. Unter den Füßen ist der Flor dicht und fest, kurz genug für den täglichen Gebrauch und dabei angenehm weich beim Aufstehen. Mit der Zeit liest man die drei Medaillons kaum noch als Wiederholung, sondern als kleine, stille Variation, die immer wieder etwas Neues zeigt.
Mehr über Senneh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 161 × 121 cm (1,95 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 251.000 bis 320.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,95 m² sind das rund 490.000 bis 620.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 196891