
Yalameh
191 × 67 cm
1.575 €














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Ein Yalameh aus dem Süden Irans, 281 mal 215 Zentimeter, aus jener Familie dörflicher Knüpftraditionen, die zwischen sesshaftem Handwerk und dem Erbe der Nomadenstämme der Region Fars steht. Bekannt sind Yalameh-Teppiche für ihre selbstbewusste Geometrie und eine Farbgebung, die sich nicht zurückhält – und genau das zeigt dieses Stück, allerdings mit einer Idee, die über den bloßen Rapport hinausgeht.
Auf kräftigem Ziegelrot liegt ein dichtes Mahi-Gitter, jenes Fisch-und-Rosetten-Muster, das den Grund in ständiger Bewegung hält. Darüber zieht sich, diagonal von Ecke zu Ecke, eine Kette aus fünf Rautenmedaillons: außen hellblau, dann dunkles Navy, in der Mitte ein einzelnes Elfenbein. Es ist kein gleichförmiger Rapport, sondern eine Farbfolge mit einem klaren Zentrum, die das Auge von den Rändern zur Mitte führt. In den Ecken wiederholt sich das Blau als kleinteiliges Rautengitter, und eine indigofarbene Bordüre mit winzigen roten, cremefarbenen und grünen Rosetten fasst das Ganze in einem vergleichsweise schmalen Rahmen.
Geknüpft wurde mit handgesponnener Wolle auf Baumwollkette, mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – eine Dichte, die für dörfliche Arbeit ordentlich Zeit am Webstuhl bedeutet und genug Auflösung bietet, um das feine Mahi-Gitter sauber zu zeichnen. Handgesponnene Wolle nimmt Farbe nie ganz gleichmäßig an, jede Faser zieht den Farbstoff ein wenig anders, und daraus entsteht die Lebendigkeit, die man dem Rot und dem Navy sofort ansieht. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche dicht genug für klare Konturen und trotzdem leicht samtig unter der Hand – ein Teppich, der erst zwanzig Jahre alt ist und dem man das noch ansieht.
Mit seiner Größe gehört dieser Yalameh unter eine Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo das Ziegelrot einen hellen Boden sofort erwärmt und sich gegen dunkle Möbel ebenso gut behauptet. Die Medaillonkette wirkt dort wie eine ruhige Diagonale durch den Raum, ein Blick, der sich immer wieder zur elfenbeinfarbenen Mitte zurückzieht. Unter den Füßen fühlt sich die dichte, handgesponnene Wolle fest und griffig an, gemacht für ein Zimmer, das tatsächlich genutzt wird, nicht nur betrachtet. Wenn am Nachmittag die Sonne über das Feld wandert, ist es das Elfenbein in der Mitte, das jedes Mal zuerst aufleuchtet.
Mehr über Yalameh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 281 × 215 cm (6,04 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 6,04 m² sind das rund 1,2 bis 1,5 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 225784