
Sarough Ghiasabad
274 × 211 cm
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Ein Sarough aus dem Zentraliran, 361 mal 246 Zentimeter, gehört zu jener Familie persischer Teppiche, die für ihr sattes, unverwechselbares Rot und für Blumenmuster von großer Klarheit bekannt wurde. Schon in den feinsten Häusern Amerikas im frühen zwanzigsten Jahrhundert galt der Sarough als die Wahl für einen Hauptteppich, der Wärme und Ordnung zugleich in einen Raum bringt. Genau diese Balance zeigt sich auch hier.
Der erste Eindruck ist ein sattes Ziegelrot, aus dem sich ein scharf gezeichnetes Rautenmedaillon in tiefem Indigo erhebt, mit Anhängern an beiden Enden. In den vier Ecken des Feldes wiederholt sich die Form nicht einfach in Navy, sondern in einem eigenständigen Stahlblau, das dem Rot einen zweiten, kühleren Ton beigibt, ohne die Ruhe der Komposition zu stören. Um Medaillon und Ecken zieht sich ein dichtes florales Rankenwerk in Creme, Ocker und Rosé, fein und gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt. Den Abschluss bildet eine breite Bordüre auf Navygrund mit sich wiederholenden Palmetten, die sich klar vom roten Feld absetzt und gut ein Fünftel der Gesamtbreite einnimmt.
Möglich wird diese ruhige Zweifarbigkeit im Detail durch eine feste, dichte Knüpfung von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter auf einer Kette aus Baumwolle, die dem Muster den nötigen Halt gibt, um Medaillon und Eckfüllung sauber getrennt zu zeichnen, statt ineinanderzulaufen. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle, bei zwölf Millimetern Höhe geschoren, wodurch die Farben matt bleiben und nicht glänzen, was dem Steinblau seine eigene, unverwechselbare Wirkung neben dem Rot erst gibt. Zwischen zwanzig und vierzig Jahre ist dieser Teppich alt, ein Alter, in dem sich die Wolle bereits gesetzt hat, ohne von ihrer Dichte etwas verloren zu haben.
In einem Esszimmer oder unter einer großzügigen Sofagruppe im Wohnzimmer entfaltet dieses Rot seine ganze Kraft, besonders auf hellem Boden, den es spürbar erwärmt, während das Stahlblau der Ecken dunklem Holz und dunklen Polstern ruhig standhält. Unter den Füßen ist der Flor dicht und fest, nicht weich und tief, sondern von jener Art, die täglichen Gebrauch nicht scheut und mit den Jahren nur fester zusammensteht. Wandert das Licht im Tagesverlauf über die Fläche, wechselt das Rot zwischen Glut und Tiefe, während Medaillon und Ecken ihre klare Zeichnung behalten, ein Anblick, an dem man sich nicht sattsieht.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 361 × 246 cm (8,88 m²) ist das ein sehr großer Teppich. Er trägt eine ganze Sitzgruppe, mit allen Möbelfüßen darauf, oder einen Esstisch samt zurückgeschobener Stühle. In einem kleinen Raum wird er zum Boden statt zum Teppich.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 8,88 m² sind das rund 1,8 bis 2,2 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 278561