
Nanadj
345 × 258 cm
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Dieser Teppich ist eine Nanadj-Dorfknüpfung, auch Nanaj geschrieben, aus der Region Hamadan im Westiran, 300 mal 210 Zentimeter groß. Diese Webart stammt aus kurdischen Dörfern jener Gegend und ist seit dem frühen 20. Jahrhundert im Antiquitätenhandel für ihre flächendeckenden geometrischen Muster mit stilisierten Rosetten bekannt. Ungewöhnlich an diesem Stück ist die Grundfarbe: ein helles, warmes Korallrot, wo man bei diesem Mustertyp sonst ein dunkleres Ziegelrot erwartet.
Der erste Eindruck ist ein warmes Blütenfeld, dicht bestreut mit kleinen Rosetten und geschwungenen, gezackten Blättern im sogenannten Mahi-Muster. Ein Medaillon fehlt bewusst, das Feld läuft ohne Mittelpunkt bis zum Rand durch. Vereinzelte Motive in Navyblau setzen dunkle Akzente in das helle Rot, während Elfenbein, rostbraune, olivgrüne und altrosa Töne die Rosetten beleben. Eine breite, tiefnavyblaue Bordüre mit umlaufendem Palmetten- und Rankenmotiv fasst das Feld ein, dazu schmale Kamel- und Goldstreifen als Begleitlinien.
Handgeknüpft nach dem einschüssigen Sennah-Baft-Verfahren, das im gesamten Hamadan-Gebiet üblich ist, entsteht bei diesem Teppich eine Knotendichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – fein genug, um die kleinteiligen Rosetten und Blattranken klar und ohne Verschwimmen zu zeichnen. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle von den eigenen Schafen des Webers, zwölf Millimeter hoch geschoren, mit einem leichten natürlichen Glanz, der das Korallrot zusätzlich aufhellt. Die Baumwollkette hält die Struktur über Jahrzehnte straff und formstabil.
Auf seiner Fläche wirkt dieser Teppich unter einem Esstisch oder als Herzstück einer Wohnzimmer-Sitzgruppe am besten, wo genug Abstand bleibt, das Blütenfeld zu überblicken. Das helle Korallrot wärmt hellen Boden und hält seine Kraft neben dunklen Möbeln. Unter den Füßen liegt der kurze, dichte Wollflor fest und griffig, gemacht für den täglichen Gebrauch. Wandert Nachmittagslicht über das Feld, wechselt das Korallrot zwischen warm und hell – ein Spiel, das man immer wieder neu entdeckt.
Nanaj-Teppiche stammen aus einem Dorf im nördlichen Teil der Provinz Hamadan im Westen des Iran. Wie alle Hamadan-Teppiche werden sie mit dem symmetrischen (türkischen) Knoten auf Baumwollkette in der charakteristischen Einzelschuss-Konstruktion geknüpft, eine Schussreihe zwischen jeder Knotenreihe, was einen festen Griff und eine markante gerippte Rückseite erzeugt.
Das Herati-Muster dominiert, ausgeführt in einer klassischen Palette aus Rot und Blau von natürlicher Krapwurzel und Indigo. Handgesponnene Wolle erzeugt einen haltbaren, praktischen Teppich mit klarer grafischer Designsprache, geeignet für traditionelle und kuratierte moderne Einrichtungen.
Feines Qualitätsgewebe
Mit 300 × 210 cm (6,30 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 6,30 m² sind das rund 1,3 bis 1,6 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 547198