
Bidjar Garus | Exclusive
320 × 140 cm
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Ein Garrous aus dem kurdischen Westen des Iran, 170 mal 103 Zentimeter, gewoben von kurdischen Stämmen in den Hochlagen rund um Bijar. Diese Region ist für eine Dichte berühmt, die im persischen Sprachraum fast sprichwörtlich ist – man nennt sie eisenähnlich, weil kaum ein anderer Teppich so viel Gebrauch verträgt. Was diesen Garrous jedoch von vielen seiner Art unterscheidet, ist nicht seine Härte, sondern seine Ruhe.
Der erste Eindruck ist ein einziges, ungebrochenes Feld aus tiefem Ziegelrot, auf dem ein großes, gelapptes Medaillon in Elfenbein zu schweben scheint, mit Details in Petrol und einem gedämpften Rosa. Entlang der Mittelachse begleiten kleine Pendant-Medaillons das Hauptmotiv, während die Ecken von fast schwarzen Kartuschen mit floralem Rankenwerk gefasst werden. Anders als bei den dicht gefüllten Mahi-Mustern, die man aus dieser Region oft kennt, bleibt das Feld hier fast vollständig leer – nur wenige Rosetten unterbrechen die rote Fläche. Eine schmale dunkelblaue Bordüre schließt das Ganze mit einem eigenen, ruhig laufenden Rankenmuster ab.
Diese Zurückhaltung ist eine Entscheidung, keine Leerstelle: Ein Garrous-Weber hätte das Feld mühelos mit einem dichten Musterrepeat füllen können, hat sich hier aber für Fläche und Kontrast entschieden. Getragen wird das Ganze von handgesponnener Wolle auf Baumwollkette, geknüpft mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – eine Dichte, die man braucht, um feine Konturen wie die Lappung des Medaillons überhaupt sauber zu zeichnen. Die zwölf Millimeter Florhöhe halten die Oberfläche dabei erstaunlich flach und griffig, mit jener leichten Ribbelung, die man nur bei handgesponnenem Garn findet, und einem matten Glanz, der nirgends aufdringlich wird.
In einem Schlafzimmer entfaltet dieser Teppich genau die Wirkung, für die er gemacht ist: das Rot erdet einen hellen Boden, ohne ihn zu erschlagen, und das offene Feld lässt den Raum atmen, statt ihn mit Muster zu füllen. Unter den Füßen ist er dicht und fest, ein Teppich, der getreten werden will und nicht geschont, und der nach Jahrzehnten im Gebrauch noch immer seine Form hält. Wenn Morgenlicht flach über die Fläche fällt, zeichnet es die Konturen des Medaillons nach, als wäre es gerade erst gezeichnet worden.
Mehr über Garrous-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 170 × 103 cm (1,75 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,75 m² sind das rund 350.000 bis 440.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 626399