
Senneh
352 × 254 cm
4.023 €













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Dies ist ein Sanandaj, ein Teppich aus der kurdischen Provinzhauptstadt im Westen Irans, die seit dem frühen neunzehnten Jahrhundert für die feinste Stadtweberei kurdischer Tradition bekannt ist. Format: 156 mal 121 Zentimeter. Anders als die tribalen Webereien der Region entstehen Sanandaj-Teppiche in der Werkstatt nach gezeichnetem Karton, mit eng geschorenem Flor und einer Präzision, die man nomadischen Stücken kaum zutraut.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Marineblau, dicht überzogen mit einem feinen Rautengitter im Mahi-Stil. Aus diesem dunklen Feld hebt sich ein großes, gestuftes Medaillon in Elfenbein, sein Kern von einem Band in Ziegelrot umschlossen und von mehreren konzentrischen Umrisslinien nachgezeichnet. Die Bordüre nimmt das Rot wieder auf, kleinteilig gemustert mit geometrischen und floralen Motiven, und wird beidseitig von schmalen, blassblaugrauen Streifen gerahmt. Vereinzelte senfgelbe Akzente in den Bordürenrosetten setzen warme Lichtpunkte gegen die kühle Grundstimmung.
Die Knotendichte liegt zwischen 201.000 und 250.000 Knoten pro Quadratmeter, geknüpft mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle. Das ist fein genug, um die gestuften Kanten des Medaillons scharf zu zeichnen, statt sie im Flor verschwimmen zu lassen, wie es bei gröber geknüpften Stücken geschieht. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche flach genug, dass jede Linie erhalten bleibt. So entsteht ein Muster, das für einen Sanandaj ungewöhnlich kontrastreich wirkt: ein großes, helles Medaillon, das sich klar vom dichten dunklen Feld abhebt, statt sich darin zu verlieren.
In diesem Format findet der Teppich seinen Platz im Schlafzimmer, vor dem Bett oder unter einem kleinen Sitzplatz, wo man ihn aus der Nähe betrachtet. Auf hellem Boden hält das Marineblau die Ruhe, während das elfenbeinfarbene Medaillon den Raum aufhellt, ohne ihn zu dominieren. Der Flor liegt dicht und niedrig, angenehm fest unter den Füßen und tragfähig genug für den täglichen Gebrauch. Bei seitlichem Licht beginnt der leichte Glanz der Wolle zu wandern, und für einen Moment treten die senfgelben Akzente in der Bordüre deutlicher hervor.
Mehr über Senneh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 156 × 121 cm (1,89 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,89 m² sind das rund 380.000 bis 470.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 642776