
Bidjar Garus | Exclusive
320 × 140 cm
4.032 €














913 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Garrous aus dem kurdischen Westen des Iran, 323 mal 145 Zentimeter, ein Läufer aus der Bijar-Region, dem Hochland um die Stadt Bijar in iranisch Kurdistan. Diese Region ist für eine ganz eigene Art des Knüpfens bekannt: eine Dichte, die unter den Persern als eisenähnlich gilt, gewoben von kurdischen Stämmen, die ihre Muster aus dem Gedächtnis knüpften, ohne Vorlage. Der Name schreibt sich auch Garrus oder Garus, gemeint ist stets dieselbe Herkunft.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Ziegelrot, dicht mit kleinen Blütenzweigen übersät, aus dem ein großes sechseckiges Medaillon mit elfenbeinfarbenem Umriss und gestuften Ausläufern hervortritt. Anders als bei den gleichmäßig floralen Mahi-Mustern dieser Gegend bleibt hier ein klarer Mittelpunkt bestehen, ein ruhiger Anker im dichten Rankwerk. In den vier Ecken setzen elfenbeinfarbene Kartuschen einen hellen Gegenpol, während verstreute Korallen-, Rosé- und Lachstöne sowie vereinzeltes Grün und Senfgelb das Rot auflockern. Eine schmale navyblaue Bordüre mit kleinen floral-geometrischen Motiven in Creme und Rost fasst das Feld ein und behauptet sich klar gegen den warmen Grund.
Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle lokaler kurdischer Herden, gefärbt mit Naturfarben, und genau diese Handspinnerei erklärt das changierende Rot: Wo der Faden minimal ungleichmäßig ausfiel und das Bad in mehreren Chargen angesetzt wurde, entstehen leichte Helligkeitsunterschiede, sichtbar als sanfte Streifen im Grund, besonders im linken Drittel des Teppichs. Mit 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter auf einer Baumwollkette liegt die Dichte deutlich über dem, was die meisten Regionen leisten, und genau das ist der Grund für die legendäre Festigkeit der Bijar-Garrous-Teppiche. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Musterzeichnung trotzdem scharf, nichts verschwimmt im Flor.
Auf dieser Länge gehört der Teppich in einen Flur oder eine Diele, dort, wo man täglich über ihn geht und wo er genau dafür gebaut wurde. Auf hellem Boden bringt das Ziegelrot sofort Wärme in den Gang, gegen dunkles Holz oder schwarze Rahmen hält es mühelos dagegen. Unter dem Fuß ist er fest und dicht, eher geerdet als weich, ein Teppich, der Alltag verträgt statt ihn zu fürchten. Wenn tagsüber Licht durch die Diele fällt, wandert es über die Rotabstufungen im Feld und lässt das Medaillon jedes Mal ein wenig anders leuchten.
Mehr über Garrous-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 323 × 145 cm (4,68 m²) ist das ein Läufer. Er liegt in einem Flur, einer Diele, auf einem Treppenabsatz oder längs neben einem Bett. Für die Mitte eines Raumes ist er zu schmal.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,68 m² sind das rund 600.000 bis 750.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 697307