
Turkaman
137 × 108 cm
710 €














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Dieser Teppich ist eine Turkmenen-Arbeit, geknüpft von nomadischen Webern Zentralasiens, die ihre Muster aus dem Gedächtnis anlegten, ohne Vorlage und ohne zwei Stücke jemals ganz gleich zu wiederholen. In der Größe von 205 mal 152 Zentimetern gehört er zu den kleineren, wohnlichen Formaten dieser Herkunft, die vor allem für ihre sich wiederholenden Göl-Medaillons und für eine ungewöhnlich dichte, widerstandsfähige Knüpfung bekannt ist. Was diesen Teppich innerhalb seiner Gattung heraushebt, ist nicht das Feld, sondern der Rahmen darum.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Marineblau, das fast ins Schwarze kippt, überzogen von einem engmaschigen Rautengitter in Burgund und Ziegelrot. Horizontale Bänder aus Creme unterteilen dieses Gitter und geben dem Feld einen ruhigen Takt, bevor der Blick nach außen wandert. Dort folgt keine einzelne Bordüre, sondern ein ganzer Stapel schmaler Streifen und Zickzackmuster in Creme, Kamel und Burgund, mit kleinen Akzenten in Salbeigrün und Schiefergrau in den Nebenleisten. Dieser Rahmen nimmt fast ein Fünftel der Teppichbreite ein und wirkt dadurch weniger wie eine Einfassung als wie eine eigene, vielschichtige Komposition um das dunkle Feld.
Möglich wird diese Feinheit durch die seidene Kette, auf der die handgesponnene Wolle des Flors sitzt. Seide lässt sich deutlich dünner spinnen als Baumwolle, wodurch die Weberin die Knoten enger aneinanderreihen konnte, ohne dass das Muster verschwimmt. Bei einer Dichte von 501.000 bis 640.000 Knoten pro Quadratmeter reicht diese Präzision aus, um die vielen schmalen Streifen der Bordüre klar voneinander zu trennen, statt sie zu einem einzigen breiten Band verschwimmen zu lassen. Der Flor selbst ist mit sechs Millimetern kurz gehalten und liegt fest an der Kette, was den klaren, fast grafischen Linien der Rauten ihre Schärfe gibt. Ein Teppich dieses Alters, vierzig bis sechzig Jahre, hat diese Schärfe über Jahrzehnte des Gebrauchs bewahrt.
Im Wohnzimmer, unter einer Sitzgruppe oder vor dem Sofa, hält das tiefe Marineblau seinen Ton auch neben dunklem Holz und dunkler Polsterung, während die burgunderroten Rauten und die helle Bordüre für Wärme sorgen, ohne den Raum zu erhellen wie ein heller Grund es täte. Die dichte Knüpfung macht ihn robust genug für einen Raum, der tatsächlich benutzt wird, nicht nur betrachtet; er liegt fest und eben unter dem Fuß, ohne die Weichheit eines hohen Flors, dafür mit der Stabilität, die dieser Herkunft ihren Ruf als eine der haltbarsten unter allen handgeknüpften Teppichen eingebracht hat. Bei Tageslicht verschiebt sich der leichte Glanz der Wolle über die vielen schmalen Streifen der Bordüre, und genau dort, im Wechsel der Linien, bleibt der Blick jedes Mal aufs Neue hängen.
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Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 205 × 152 cm (3,12 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 501.000 bis 640.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,12 m² sind das rund 1,6 bis 2,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 827270