
Hamadan
220 × 138 cm
2.475 €














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Dieser Djozan, auch Juzan geschrieben, stammt aus dem gleichnamigen Dorf in der Region Khorasan im Nordosten Irans, 159 mal 107 Zentimeter groß. Djozan-Teppiche sitzen zwischen Dorf und Werkstatt: Sie übernehmen die großen Medaillonkompositionen und die warme Farbpalette der Khorasan-Weberei, geknüpft aber mit einer direkten, unprätentiösen Handschrift, die nichts von der strengen Symmetrie großer Stadtwerkstätten will, sondern einen eigenen, unmittelbaren Charakter zeigt.
Der erste Eindruck ist ein leuchtendes elfenbeinfarbenes Rautenmedaillon, das sich klar von einem sehr dunklen Marineblau abhebt. Das Medaillon trägt an seinen Spitzen kleine Anhänger, fast wie zusätzliche Zacken, die ihm einen gestuften, sternartigen Umriss geben. Um es herum rankt sich auf dem dichten Nachtblau ein feines florales Rankenwerk, unterbrochen von ziegelroten Eckzwickeln. Den Abschluss bildet eine breite, ziegelrote Bordüre voller Blütenranken in Senfgold und mattem Rosa, gerahmt von schmalen cremefarbenen und roten Zwischenstreifen.
Geknüpft wurde dieser Teppich von Hand, mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, bei einer Dichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Handgesponnene Wolle läuft nie ganz gleichmäßig dick, das gibt der Oberfläche ihren flachen, matten Griff statt Glanz. Bei dieser Knotendichte lässt sich ein Medaillon wie dieses noch klar und scharfkantig zeichnen, ohne die feine, zeichnerische Präzision einer Stadtwerkstatt zu benötigen. Der niedrige, zwölf Millimeter hohe Flor liegt fest und eben auf der Kette und hat über zwanzig bis vierzig Jahre seine Form gehalten.
Im Schlafzimmer, als kleiner Teppich neben dem Bett, hält das tiefe Marineblau den Raum, während das elfenbeinfarbene Medaillon selbst bei wenig Licht sichtbar bleibt. Auf hellem Holzboden wirkt die Farbe warm und satt, neben dunklen Möbeln hält sie mühelos dagegen. Der dichte, niedrige Flor liegt fest unter den Füßen und verträgt tägliches Barfußgehen ohne Bedenken. Wandert das Licht über den Rand, blitzt das Senfgold der Ranken kurz auf.
Hamadan-Teppiche stammen aus der antiken Stadt Hamadan (dem historischen Ekbatana) und den über tausend umliegenden Dörfern im Westen des Iran. Geknüpft mit dem symmetrischen (türkischen) Knoten auf Baumwollkette, zeichnen sie sich durch ihre Einzelschuss-Konstruktion aus, ein Schussfaden zwischen jeder Knotenreihe, was eine charakteristische gerippte Struktur auf der Rückseite erzeugt.
Geometrische Medaillon-Eck-Kompositionen, Herati-Muster und Boteh-Motive (Paisley) bestimmen die Designsprache, ausgeführt in einer klassischen Palette aus tiefen Rottönen und Blau aus Krapwurzel und Indigo. Die robuste Hochlandwolle gewährleistet hervorragende Haltbarkeit für den täglichen Gebrauch.
Feines Qualitätsgewebe
Mit 159 × 107 cm (1,70 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,70 m² sind das rund 340.000 bis 430.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 889890