
Khorjin
126 × 56 cm
415 €














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Ein Khorasan-Teppich aus dem Nordosten Irans, 291 mal 188 Zentimeter, aus einer Weberegion, die seit über zwei Jahrtausenden für großformatige Medaillonteppiche und weitläufige, prachtvolle Kompositionen bekannt ist. Auch als Mashhad-Teppich geführt, steht dieses Stück jedoch für das Gegenteil des sonst üblichen großen Auftritts: für Zurückhaltung in einer Tradition, die eigentlich auf Wirkung angelegt ist.
Der erste Eindruck ist ein cremeweißes Feld, dicht überzogen von feinem floralem Rankenwerk, das sich gleichmäßig über die gesamte Fläche zieht. Mitten darin sitzt eine kleine, ruhige Rosette, die sich kaum vom Blütengewirr ringsum abhebt und dem Ganzen keinen beherrschenden Mittelpunkt gibt. Terrakotta, Schieferblau, Olivgrün, Senfgold und ein gedämpftes Altrosa setzen sich als einzelne Farbtupfer durch das Rankenwerk. Den Rahmen bildet eine breite, dunkle Marineblau-Bordüre mit eigenen floralen Sprays, flankiert von schmalen ziegelroten Streifen, zusammen etwa ein Fünftel der Teppichbreite.
Geknüpft ist das Stück mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, bei einer Dichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Handgesponnenes Garn läuft nie ganz gleichmäßig, und genau diese kleinen Unregelmäßigkeiten geben dem Flor seine matte, ruhige Oberfläche, ohne die Glanzstreifen maschinell versponnener Wolle. Erst eine Dichte in dieser Größenordnung erlaubt es, ein so feines Rankenwerk mit so vielen einzelnen Farbtupfern präzise zu zeichnen, statt es nur anzudeuten. Jeder Zweig der Blütenranken ist Knoten für Knoten gesetzt, und genau darin liegt der stille Aufwand hinter dem zurückhaltenden Bild.
In diesem Format findet der Teppich seinen Platz im Wohnzimmer oder Esszimmer, unter dem Sofatisch oder rings um die Tafel, wo seine Fläche vollständig zur Geltung kommt. Das cremeweiße Feld hellt einen Raum mit dunklem Parkett spürbar auf, während die tiefblaue Bordüre auch neben dunklen Möbeln Kontur behält statt zu verblassen. Der Flor liegt dicht und angenehm fest am Boden, robust genug für ein Wohnzimmer, in dem tatsächlich gelebt wird, und weich genug für nackte Füße. Wandert das Licht im Tagesverlauf über die Fläche, wechselt der leichte Wollglanz von Ranke zu Ranke, und die kleine Rosette in der Mitte bleibt das Detail, das man immer wieder neu entdeckt.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 291 × 188 cm (5,47 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,47 m² sind das rund 1,1 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 172934