
Azerbaijan
268 × 175 cm
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Ein Teppich aus der Provinz Aserbaidschan im Nordwesten Irans, 294 mal 189 Zentimeter, handgeknüpft aus jener dörflichen und Stammestradition der Region, die geometrische Kühnheit über feine Zeichnung stellt – anders als die städtischen Werkstücke aus Täbris, die aus derselben Provinz stammen. Bekannt ist diese Linie für kräftige Medaillons und tiefe, satte Farbgründe, eine Bildsprache, die dort seit dem 13. Jahrhundert belegt ist.
Der Grund ist ein gedämpftes Petrolblau, ruhig genug, um dem Muster Raum zu geben. Darauf zieht sich eine Reihe von fünf großen Sternmedaillons, die streng zwischen Terrakotta und Elfenbein wechseln, dazwischen ein Hauch Altrosa – kein einzelnes Zentrum also, sondern ein rhythmischer Zug, fast wie eine Prozession über das Feld. Kleine geometrische Füllmotive in Marineblau-Umrandung und weichem Graublau setzen sich dazwischen. Eine breite Bordüre in Terrakotta, mit Sternrosetten in Elfenbein und Navy besetzt, fasst das Ganze und beansprucht gut ein Fünftel der Breite.
Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle, und genau das erklärt die matte, leicht changierende Oberfläche ohne jeden Glanz – handgesponnenes Garn nimmt Farbe unregelmäßiger auf als maschinengesponnenes, und diese kleinen Schwankungen geben dem Petrolblau seine Tiefe. Mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter liegt die Dichte im Bereich, der klare, kräftige Formen erlaubt, wie sie die fünf Medaillons zeigen, ohne auf die feine Linienführung städtischer Musterentwürfe zu zielen – hier zählt die Wucht der Form, nicht die Präzision der Kurve. Die Florhöhe von 8 Millimetern auf Baumwollkette gibt dem Teppich sein Gewicht und seinen Stand.
Bei dieser Größe gehört der Teppich unter den Esstisch oder in eine Sitzgruppe im Wohnzimmer, und das Petrolblau hält sich dort gegen dunkles Holz ebenso gut wie gegen einen hellen Boden, während die Terrakotta-Bordüre den Raum optisch fasst. Unter den Füßen ist er dicht und fest, gemacht für ein Zimmer, das tatsächlich genutzt wird, nicht für eines, das man schont. Wenn das Licht über den Nachmittag wandert, treten die fünf Medaillons abwechselnd hervor, mal das Terrakotta, mal das Elfenbein – ein Wechselspiel, das sich mit jedem Blickwinkel im Raum neu zeigt.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 294 × 189 cm (5,56 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,56 m² sind das rund 1,1 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 867557