
Bidjar | Exclusive | With Silk · mit Seide
241 × 83 cm
4.650 €














5.250 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Bidjar aus den kurdischen Regionen West-Irans, 290 mal 203 Zentimeter, geknüpft von Hand nach dem Gedächtnis der Weberin statt nach gezeichnetem Plan. Man nennt diese Teppiche seit jeher die Eisernen Teppiche Persiens, weil ihre dichte, fest gepresste Knüpfung selbst starke Beanspruchung über Jahrzehnte übersteht. Bekannt auch als Bijar-e Kordestan, ist er unter Sammlern für genau diese Widerstandskraft geschätzt.
Der erste Eindruck ist ein dicht gepacktes Blütenfeld in Korallenrot vor tiefem Nachtblau – ungewöhnlich, denn dieses Muster trägt meist einen roten Grund, und erst das Blau lässt Rot, Elfenbein, Lachsrosa und Gold so klar hervortreten. Ein Medaillon fehlt, das Muster zieht sich gleichmäßig über die gesamte Fläche, Zweig an Zweig, Blüte an Blüte. Zwischen den Ranken sitzen immer wieder kleine stilisierte Vögel, wie beiläufig gesetzt. Den Abschluss bildet eine breite Bordüre aus Elfenbein und Rot mit mehreren schmalen Nebenstreifen, die sich klar vom dunklen Feld absetzt.
Diese Dichte an Farbe und Form braucht eine entsprechend dichte Knüpfung: Mit 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter zählt der Bidjar zu den am festesten geknüpften Teppichen der persischen Tradition, und erst so viele Knoten erlauben die feinen Blütenformen und die kleinen Vögel, die im gröberen Flor verschwimmen würden. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle auf einer Baumwollkette, bei 15 Millimetern Höhe geschoren – kurz genug für scharfe Zeichnung, dicht genug für ein schweres, festes Griffgefühl. So kompakt ist der Aufbau, dass man einen Bidjar nicht falten, sondern nur rollen kann.
Bei dieser Größe gehört der Teppich ins Wohnzimmer oder Esszimmer, unter eine Sitzgruppe oder einen Esstisch. Das tiefe Nachtblau hält dunklen Möbeln ebenso stand wie einem hellen Boden und lässt das Korallenrot der Blüten aufleuchten. Unter den Füßen liegt er fest und substanziell, gemacht, um gelaufen zu werden statt geschont zu bleiben. Fällt Licht flach über die Fläche, zeigt der Flor einen leichten Glanz, und die kleinen Vögel zwischen den Zweigen bleiben das Detail, das man immer wieder neu entdeckt.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 290 × 203 cm (5,89 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,89 m² sind das rund 1,9 bis 2,2 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 914395