
Kerman
123 × 65 cm
240 €












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Dieser Kerman aus dem Südosten Irans misst 125 mal 65 Zentimeter und gehört zu einer der großen Teppichstädte des Landes, deren Weberei bis zu den safawidischen Hofmanufakturen zurückreicht. Kerman ist für sein üppiges, kurvilinear gezeichnetes Blumenwerk berühmt, meist auf hellen Gründen in Elfenbein oder Rosa. Dieses Stück geht einen anderen Weg: Der Grund ist ein tiefes Mitternachtsblau, fast Schwarz, und trägt sein Blumenmuster wie auf einer dunklen Bühne.
Der erste Eindruck ist genau dieser dunkle Grund, auf dem ein dichtes, naturalistisch gezeichnetes Rosenbouquet in der Mitte schwebt, umgeben von cremefarbenen Blütenblättern, rosaroten und roten Rosen sowie kleinen puderblauen Vergissmeinnicht-Trauben. Die vier Ecken wiederholen das Bouquet in kleinerer Form, olivgrüne Ranken verbinden die Blüten zu einem geschlossenen Bild. Die Bordüre, gut ein Fünftel der Fläche, führt dasselbe dunkle Blau fort und trennt sich vom Feld allein durch die Dichte ihrer Rosen- und Vergissmeinnicht-Girlande, nicht durch einen Farbwechsel. Am unteren Ende des zentralen Bouquets läuft das Muster in eine geschwungene Blattranke aus, eine kleine Volute, wie man sie eher aus europäischer Dekorkunst kennt als aus klassisch persischer Zeichnung.
Diese Feinheit entsteht durch den asymmetrischen persischen Knoten, mit dem kurvige Linien und weiche Blütenränder deutlich präziser gezeichnet werden können als mit dem symmetrischen Knoten anderer Regionen. Bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter lässt sich jede Rose einzeln konturieren, jedes Blatt in seiner Biegung nachzeichnen. Der Flor aus handgesponnener Wolle ist auf 12 Millimeter geschoren, glatt und gleichmäßig, mit einem leichten Glanz, der dem dunklen Blau zusätzliche Tiefe gibt und die helleren Blütentöne sanft hervortreten lässt.
In einem Schlafzimmer neben dem Bett oder in einem schmalen Flur entfaltet dieser Teppich seine Wirkung besonders gut: Das dunkle Blau nimmt es mit hellen Böden ebenso auf wie mit dunklem Holz und wirkt dabei nie schwer, weil die Rosen und Vergissmeinnißchen es immer wieder aufhellen. Unter den Füßen ist der Flor dicht und fest, angenehm für eine kleine, oft betretene Fläche. Bei seitlichem Licht wandert der leichte Glanz über die Blüten und lässt das Bouquet je nach Tageszeit unterschiedlich hervortreten, ein Detail, das man mit der Zeit immer wieder neu entdeckt.
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Traditionelles Gewebe
Mit 125 × 65 cm (0,81 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 0,81 m² sind das rund 100.000 bis 130.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 983177