
Kerman
123 × 65 cm
240 €











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Ein Kerman aus dem Süden Irans, 156 mal 87 Zentimeter, aus einer der großen Manufakturstädte persischer Teppichkunst. Kerman steht seit dem 19. Jahrhundert für kurvenreiche Blumenmuster, in der Werkstatt nach Karton gezeichnet und mit großer Präzision geknüpft, meist auf hellen Gründen aus Elfenbein oder Rosé. Dieses Stück geht einen anderen Weg: sein Feld ist tiefes Marineblau, und darauf entfaltet sich eine Blumenwelt, die eher warm als kühl wirkt.
Der erste Eindruck ist ein dichtes, farbstarkes Medaillon, das auf dem dunklen Grund förmlich leuchtet. Von ihm aus hängen Pendants nach oben und unten, während das übrige Feld dicht mit kleinen Blütenzweigen bestreut ist – Korallenrosa, gedämpftes Altrosa, dazwischen Tupfer aus Creme und Taubenblau. Eine breite Bordüre in Camel-Gold schließt das Feld ein, gefüllt mit cremefarbenem Blütenrankwerk, gerahmt von schmalen Streifen in Blassblau und Rot. Die helleren Blüten tragen einen leichten Glanz, der sich vom matten Dunkel des Grunds klar abhebt.
Von Hand geknüpft, mit einer Dichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – das ist die Feinheit, die kurvige Blütenranken statt gerader Linien erlaubt, denn erst viele kleine Knoten pro Fläche geben einer Kontur die Rundung, die eine gröbere Knüpfung nicht zeichnen könnte. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle: Die Baumwolle hält das Gewebe straff und maßhaltig, damit das Muster exakt bleibt, während die handgesponnene Wolle kleine Unregelmäßigkeiten im Faden mitträgt, die dem Licht auf der Oberfläche seinen leisen, changierenden Glanz geben. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt der Teppich griffig und dicht, ohne schwer zu wirken.
Ein Teppich dieser Größe gehört an einen Ort, an dem man ihn oft sieht und selten hastig überquert – neben das Bett im Schlafzimmer etwa, oder in eine ruhige Ecke, wo Blicke verweilen. Das Marineblau hält dunkle Möbel und dunkles Holz mühelos aus, während die korallenen und altrosa Blüten Wärme in den Raum tragen, gerade dort, wo sonst viel Kühle wäre. Unter dem Fuß fühlt er sich dicht und fest an, angenehm gepolstert durch seine zwölf Millimeter, gemacht für ruhigen, regelmäßigen Gebrauch statt für viel Durchgangsverkehr. Wenn am Morgen Licht durch den Raum fällt, sind es die hellen Blüten, die es zuerst auffangen, und man wird sich dabei ertappen, immer wieder auf sie zu schauen.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 156 × 87 cm (1,36 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,36 m² sind das rund 270.000 bis 340.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 461855