
Azerbaijan
296 × 195 cm
2.510 €














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Dieser Teppich stammt aus der Provinz Aserbaidschan im Nordwesten Irans, im Handel auch als Azerbaijan-Teppich bekannt, deren Weberei arabische Geografen bereits im 13. Jahrhundert dokumentierten. Von ihren sieben Webunterregionen ist die Handschrift von Heriz die bekannteste: kräftige geometrische Medaillons und eckige Arabesken-Bordüren auf tiefen, satten Farbgründen. Das vorliegende Stück misst 295 mal 196 Zentimeter und zeigt genau diese Bildsprache, doch mit einer Schärfe in der Zeichnung und einer Ruhe in der Farbwahl, die für ein Heriz-Muster ungewöhnlich sind.
Der erste Eindruck ist ein kräftiges, navyblaues Stufendiamant-Medaillon, das über einem warmen Terrakottafeld schwebt. Es ist doppelt gebaut: Ein äußeres Gitter aus Navyblau umschließt einen helleren Achteckkern mit einer kleinen Rosette im Zentrum, sodass das Medaillon eher wie ein geschliffener Stein wirkt als wie eine flache Form. Um es herum verteilen sich eckige Blütenranken auf dem rostfarbenen Grund, ohne das Zentrum zu bedrängen. Den Abschluss bildet eine breite, elfenbeinfarbene Bordüre mit einem dunkelblauen Ranken- und Blütenmäander, gerahmt von schmalen Navy- und Rostlinien – zusammen etwa ein Fünftel der Teppichbreite.
Geknüpft wurde er aus handgesponnener Wolle auf einer Baumwollkette, mit einer Dichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Das ist eine feine, gleichmäßige Wolle, die sich enger knüpfen lässt als grob versponnenes Garn, und genau das erklärt die scharfen, klar begrenzten Konturen des Medaillons und der Ranken. Bei acht Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche flach und dicht, fast glatt, mit dem leichten Glanz, der handgesponnener Wolle eigen ist. Zwanzig bis vierzig Jahre Gebrauch haben der Zeichnung nichts von ihrer Schärfe genommen.
Der Teppich gehört unter den Esstisch oder in die Sitzgruppe eines Wohnzimmers, wo das Medaillon seine volle Wirkung entfaltet. Das Terrakotta erwärmt einen hellen Holzboden, während das Navyblau auch neben dunklen Möbeln seine Farbe hält. Unter den Füßen ist er dicht und fest, eine Struktur für den Alltag. Wandert das Licht über die Bordüre, wechselt das Elfenbein zwischen Creme und warmem Weiß, und das Medaillon bleibt der ruhige, klar gezeichnete Fixpunkt des Raums.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 295 × 196 cm (5,78 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,78 m² sind das rund 1,2 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 830290