
Khorasan
271 × 215 cm
6.300 €














4.170 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dieser Teppich kommt aus Khorasan im Nordosten Irans, einer Weberegion mit rund zweitausend Jahren ununterbrochener Tradition, bekannt für großformatige Stücke mit reich gefüllten Medaillons und Herati-Mustern in kräftigem Rot und tiefem Blau. Das vorliegende Stück misst 288 mal 198 Zentimeter und ist vollständig handgeknüpft. Wo Khorasan-Teppiche das Auge sonst auf ein beherrschendes Zentrum lenken, tritt das Medaillon hier deutlich zurück – ein Khorasan, der eher flächig als zentriert denkt.
Der erste Eindruck ist ein warmes Elfenbein, über das sich dichtes, feines Rankenwerk zieht, gefüllt mit Palmetten in Terrakotta, Kamel und zartem Blau, dazu vereinzelte grüne Blattspitzen. Das Muster läuft frei über die gesamte Fläche, ohne sich einem Zentrum unterzuordnen. Erst beim genaueren Hinsehen findet sich die kleine Rosette in der Mitte des Feldes – klar gezeichnet, aber ohne die Fläche für sich zu beanspruchen. Eine breite, tiefnavyfarbene Bordüre fasst das Feld, mit demselben rötlichen Rankenwerk gefüllt und von einer schmalen hellblauen Leiste auf beiden Seiten begleitet, insgesamt etwa ein Fünftel der gesamten Breite.
Möglich wird diese feine, gleichmäßige Zeichnung durch eine Knotendichte von 321.000 bis 380.000 pro Quadratmeter – eine Größenordnung, die dem Rankenmuster erlaubt, sich ohne Unschärfe über die ganze Fläche zu entfalten, statt sich auf ein grobes Zentralmotiv zu konzentrieren. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, bei zwölf Millimetern Florhöhe fein und dicht zugleich, mit dem leichten, natürlichen Glanz, den nur handgesponnenes Garn annimmt. Diese Kombination aus Dichte und Garn ist es, die dem Muster seine Ruhe gibt, obwohl es praktisch keine leere Fläche kennt.
In einem Esszimmer oder unter einer größeren Sitzgruppe im Wohnzimmer entfaltet dieser Teppich seine eigentliche Wirkung: Das elfenbeinfarbene Feld hellt den Raum auf, während Navy und Terrakotta genug Gewicht mitbringen, um auch dunklerem Mobiliar standzuhalten. Unter dem Fuß ist der Flor dicht und fest, gemacht für tägliche Nutzung und nicht zum Schonen gedacht. Bei seitlichem Licht beginnt das feine Rankenwerk zu leben, und der Blick wandert immer wieder zu der kleinen Rosette in der Mitte, die das Muster zusammenhält, ohne es je zu beherrschen.
Mehr über Khorasan-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 288 × 198 cm (5,70 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,70 m² sind das rund 1,8 bis 2,2 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 749094