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Belutch Teppiche — RUGSOCIÉTÉ Hamburg Speicherstadt

Belutch-Teppiche

Ausdrucksstarke Geometrie aus den Grenzlanden

Die Geschichte

Belutsch-Teppiche (auch Baluch, Beluch oder Balutsch geschrieben) sind die Knüpfteppiche der belutschischen Stämme und der Nachbargruppen, die mit ihnen in Khorasan leben, der Provinz im Nordosten Irans rund um Maschhad mit Orten wie Torbat-e Heydarieh und Torbat-e Dscham, sowie jenseits der Grenze im Westen Afghanistans. Der Name verweist auf Belutschistan im äußersten Südosten, die meisten als Belutsch gehandelten Teppiche entstehen aber weiter nördlich, in Khorasan. Geknüpft wurden sie traditionell von nomadischen und halbnomadischen Familien auf liegenden Webstühlen, als Bodenteppiche, Gebetsteppiche und Taschen für den eigenen Gebrauch.

Traditionell wurden Belutsch-Teppiche ganz aus Wolle geknüpft, an den Seitenkanten teils mit Ziegenhaar. Viele neuere Stücke haben eine Kette aus Baumwolle: In dieser Kollektion ist die Kette meist aus Baumwolle, sonst aus Wolle, der Flor immer aus handgesponnener Wolle. Geknüpft wird meist mit dem asymmetrischen (persischen) Knoten. Das Gewebe ist eher dünn und geschmeidig als steif, die Knotendichte mittel; die Stücke dieser Kollektion liegen typischerweise bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Seitenkanten sind häufig mit dunkler Wolle oder Ziegenhaar umwickelt, und viele Teppiche enden an beiden Enden in einem gewebten Band, bevor die Fransen beginnen.

Am schnellsten erkennt man einen Belutsch an seiner Farbigkeit: tiefes Krapprot und Rost, dunkles Blau und Aubergine bis Braun, dazu kleine Akzente in Elfenbein oder Weiß, die die Zeichnung aufleuchten lassen. Die Muster sind geometrisch und wiederholen sich über das ganze Feld, etwa kleine Achtecke, Gitter und gestufte Rauten; dieses durchgemusterte Feld ist die häufigste Anordnung. Gebetsteppiche zeigen eine Gebetsnische (Mihrab), oft mit einem Lebensbaum. Die Formate sind überwiegend klein, ein typischer Belutsch misst um die zwei Quadratmeter.

Beim Aussuchen lohnt zuerst der Blick auf die Wolle: Gute Belutsch-Wolle hat einen natürlichen Glanz, der die dunklen Farben leuchten lässt, statt sie stumpf wirken zu lassen. Prüfen Sie, ob der Teppich plan liegt und die Kanten gerade verlaufen, ob Seitenkanten und Abschlüsse vollständig sind, und drehen Sie ihn um: Auf der Rückseite sollten die Knoten gleichmäßig sitzen und die Farben so klar sein wie auf der Vorderseite. Bei älteren Stücken können dunkelbraune und schwarze Partien etwas niedriger stehen als der übrige Flor, weil die eisenhaltigen Farbstoffe für diese Töne die Wolle mit der Zeit angreifen. Das ist eine bekannte Eigenschaft dieser Farbstoffe und bei der ganzen Gattung zu finden.

Zum Ratgeber: Was ist ein Belutsch-Teppich?

Belutch-Teppiche in Hamburg ansehen: unser Showroom in der Speicherstadt

Merkmale

  • Geknüpft von Belutschen und Nachbarstämmen in Khorasan (Nordostiran) und Westafghanistan
  • Flor aus handgesponnener Wolle auf Baumwoll- oder Wollkette, asymmetrischer Knoten
  • In dieser Kollektion typisch 128.000 bis 160.000 Knoten pro m²
  • Dunkle Palette aus Krapprot, tiefem Blau und Braun mit Akzenten in Elfenbein
  • Durchgemusterte geometrische Felder und Gebetsnischen (Mihrab)
  • Überwiegend kleinere Formate, oft mit gewebten Abschlüssen

Auch bekannt als

Belutsch, Baluch, Baloutsch, Baloch, Beluch

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